Eine traditionelle omanische Dolch (Khanjar) mit einer dekorierten gebogenen Klinge, kunstvollem silbernem Griff und Scheide, in einer schwarzen Schachtel.

Geschichte Omans

Geschichte Omans

Geschrieben von: Luca Krohn , Philip Eichkorn und Michaela Eckmüller Zuletzt aktualisiert am: 21. Mai 2025

Das Staatsgebiet des heutigen Sultanats Oman war bereits in der Steinzeit besiedelt. Etwa 2000 v. Chr. erlebte Magan, wie die Region zu dieser Zeit hieß, eine Hochzeit im Kupferabbau.

Ab 563 v. Chr. wurde Oman von verschiedenen persischen Herrschern regiert. Die Perser sorgten für den Wiederaufbau des Überseehandels mit Indien, Ceylon und Ostafrika. Eine wichtige Neuerung, die die Perser einführten, waren die sogenannten '' Faladsch ''. Dabei handelt es sich um Kanäle, die die Wasserversorgung in den Dörfern und die Bewässerung der Felder sicherten und noch bis heute verwendet werden.

Als 630 n. Chr. die Bevölkerung Omans freiwillig den Glauben des Islam annahm, zogen sich die Perser zurück und Oman wurde Teil des Kalifats der Umayyaden und Abbasiden. Einige Omanis wanderten nach Ostafrika aus und begründeten somit die Vorherrschaft der Araber im westlichen Indischen Ozean. Die Hafenstadt Sohar im Norden des Landes wurde aufgrund ihrer günstigen Lage an der Straße von Hormus zum wichtigsten Handelsknotenpunkt der islamischen Welt. Es konnten Handelsbeziehungen nach Ostafrika, Indien und China aufgebaut werden. Oman exportierte zu dieser Zeit Produkte aus Leinen, Baumwolle und Wolle wie z.B. Teppiche. Importiert wurden Elfenbein, Gold und Gewürze aus Afrika, Seide, Porzellan und Juwelen aus China und Teakholz aus Indien. Nach der Zerstörung Sohars regierten verschiedene persische Eroberer das Land, bis um 1500 die Portugiesen die Insel Hormus einnahmen. Die Portugiesen wollten das Monopol der Araber im Ostasienhandel zerstören und den Handel mit Indien selbst kontrollieren. Die Omanis spielten eine große Rolle als Zwischenhändler im Indienhandel, eine Position, die die Europäer selbst übernehmen wollten. Schließlich fand Vasco da Gama den Seeweg nach Indien und konnte die Macht der Portugiesen im Indischen Ozean ausbauen. Sie zerstörten die omanischen Städte Muscat und Quriat und konnten den Handel mit Indien durch ihre militärische Überlegenheit kontrollieren. Damit gewannen sie das Gewürzmonopol für Europa. Ende des 16. Jahrhunderts wurden die Portugiesen schließlich von den Briten und Niederländern geschwächt. Oman konnte sich gegen die Eindringlinge vereinigen und vertrieb die Portugiesen in der Mitte des 17. Jahrhunderts aus seinem Land. Oman konnte wieder zu der Seemacht im Indischen Ozean werden, die es einst gewesen war. Muscat wurde ein wichtiger Punkt zwischen Arabien und Indien. Der führende Sultan eroberte Sansibar und weitere Teile der ostafrikanischen Küste. Um 1750 entstand die Said-Dynastie, die bis heute das Land regiert. 1798 gewann Großbritannien zunehmend an Einfluss in Oman. Es kam zu einem Vertrag zwischen dem Sultan und der Ostindienkompanie, der die Vorherrschaft Großbritanniens in der Golfregion sicherte. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts konnte Oman seine Macht so weit ausbauen wie nie zuvor. Doch dem Verlust Sansibars im Jahr 1856 folgte der wirtschaftliche Niedergang und die Abhängigkeit von Großbritannien verstärkte sich. Erst im Jahr 1968 zogen die Briten endgültig ab. Von 1932 bis 1970 herrschte Sultan Said ibn Taimur über das Land, anschließend regierte sein Sohn  Sultan Qaboos , welcher von seinem Cousin dem heutigen Regierungschefs Sultan Haitham Ibn Tarik abgelöst würde. Er beließ den Staat in seiner Rückständigkeit und außenpolitischen Isolation. Es gab weiterhin Sklaverei, hohe Binnenzölle und das Schulsystem bestand ausschließlich aus Koranschulen. Die Erdölförderung und Regierung von Sultan Qaboos ibn Said, der seinen Vater 1970 ablöste, brachte weitreichende Reformen mit sich. Die Sklaverei und die Ausgangs- und Reisebeschränkung wurden abgeschafft. Die Infrastruktur konnte durch die Gewinne der Erdölförderung verbessert werden. 

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