Zwei Männer in traditioneller Kleidung stehen in der Nähe von zwei knotenlosen Bäumen auf einem felsigen, trockenen Hügel in Salalah, Oman.

Weihrauchstraße

Weihrauchstraße

Geschrieben von: Luca Krohn , Philip Eichkorn und Michaela Eckmüller Zuletzt aktualisiert am: 21. Mai 2025

„Tränen der Götter“, wie Weihrauch auch genannt wird, waren für weltweite Handelsbeziehungen, Macht und Reichtum verantwortlich. Transportiert wurde das mit Gold aufgewogene Harz mit Kamelen auf der Weihrauchstraße, der ältesten Handelsroute der Welt. Der erste festgehaltene Transport von Weihrauch fand im zehnten Jahrhundert vor Christus statt, als die Königin von Saba König Salomon besuchte. Der Handel innerhalb Arabiens hat sich durch die Domestizierung des Kamels wahrscheinlich zu dieser Zeit entwickelt, da die Kamele schwere Lasten tragen konnten und mehrere Tage ohne Wasser auskamen, wodurch die Handelsrouten nun auch durch karge Wüstengebiete verlaufen konnten. Die Route der antiken Weihrauchstraße begann in Dhofar (Oman), führte durch den heutigen Jemen über die Westküste Arabiens und endete schließlich in Gaza und Damaskus. Für diese circa 3400 Kilometer lange Strecke brauchten Kamelkarawanen 100 Tage.

Die Blütezeit der Weihrauchstraße dauerte vom fünften Jahrhundert v. Chr. bis ins erste Jahrhundert n. Chr. In dieser Zeit entstanden entlang der Handelsroute Städte und Königreiche, die als Umschlagplätze und Wasserstellen dienten, aber hohe Zölle erhoben. Durch diese Einnahmen gelangten sie zu Macht und Reichtum. Ein Nachteil war jedoch, dass sie vom Weihrauch abhängig waren, da es in der trockenen Wüstenlandschaft weder fruchtbare Böden für den Anbau von Feldfrüchten gab, noch Gewässer, um Seehandel zu betreiben. Als das Rote Meer erschlossen wurde und der Handel darüber schneller und vor allem ohne hohe Zölle abgewickelt werden konnte, verloren die Königreiche entlang der Weihrauchstraße an Bedeutung und gingen schließlich unter.

Entdecken Sie den Oman mit Experten, die ihn ihr Zuhause nannten

Ihr Traumurlaub, maßgeschneidert von Kennern.

Wir kennen den Oman nicht nur aus Büchern, sondern sind mehrmals im Jahr persönlich vor Ort, um die Kultur, Landschaft und Menschen aus erster Hand zu erfahren.  

Von der ersten Anfrage bis zu Ihrer Heimkehr sind wir persönlich für Sie da - per Telefon, E-Mail oder WhatsApp, wann immer Sie uns brauchen. Unsere Reisen sind so einzigartig wie Sie: individuell geplant und mit exklusiven Privilegien und hochwertigen Arrangements versehen, die Ihre Reise unvergesslich machen.

Das könnte Sie auch interessieren

Terassenartige Felder an Hängen eines Berges in einer trockenen, zerklüfteten Landschaft in Oman.

Omans Bergwelt

7 Minuten Lesezeit

Omans Bergwelten beeindrucken mit einer atemberaubenden Vielfalt, die sowohl Naturfreunde als auch Abenteurer in ihren Bann zieht. Die rauen Gipfel und tiefen Schluchten des Jebel Shams, die üppigen Terrassen des Jebel Akhdar und die unberührte Wildnis des Jebel Samhan bieten unvergessliche Erlebnisse. Ob Wanderungen auf einsamen Pfaden, spektakuläre Aussichten oder Begegnungen mit seltenen Tierarten – Omans Berge sind ein Paradies für Reisende, die Natur und Kultur in ihrer ursprünglichsten Form erleben wollen. In den folgenden Abschnitten entdecken Sie vier der faszinierendsten Bergregionen ...

Taucher erkunden ein lebendiges Korallenriff mit einem Fleckenwalschwanz und buntem Fisch.

Tauchen im Oman

8 Minuten Lesezeit

Der Oman hat sich in den letzten Jahrzehnten von einem Land mit tiefer historischer Verbindung zur Perlenfischerei zu einem der faszinierendsten Tauchziele der Welt entwickelt. Die lange Tradition des Tauchens, die bereits im 6. Jahrtausend v. Chr. begann, hat das Land geprägt, insbesondere durch die Perlentaucher, die als „ghai ghawwas“ bekannt sind. Sie tauchten mutig bis in Tiefen von 20 Metern hinab, ausgestattet mit einfachsten Hilfsmitteln wie Nasenklammern und Lederkappen, um den wertvollen Schatz des Meeres zu bergen. Heute lockt der Oman nicht mehr mit Perlen, sondern mit beeindrucken...

Traditioneller Töpferladen im Nizwa Souq mit Tonkrügen und einer Palmenbaum in Oman.

Nizwa Souq

3 Minuten Lesezeit

Der Markt von Nizwa ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Am ehesten kann man einen Eindruck vom Leben und Trubel eines arabischen Souqs bekommen, wenn man den Markt in den Vormittagsstunden besucht. Das Areal, auf dem die verschiedenen Marktbereiche zu finden sind, ist übersichtlich gestaltet, bietet aber doch eine große Vielfalt an Waren und Angeboten. Der östlich des Forts von Nizwa [Nizwa Fort]gelegene Souq ist komplett von einer Mauer umgeben und grenzt sich so klar von den anderen Stadtvierteln ab. Unterteilt ist der Markt in sechs Bereiche. Diese sind der West-Souq, der East-Souq, die O...