Ein lächelnder Mann in einem weißen T-Shirt mit Sonnenbrille am Kragen, in einer Wüste stehend.

Nils Lindhorst

Travel Designer

Ich bin Nils Lindhorst, Senior Reiseplaner und Ihr Ansprechpartner für den Oman. Seit Anfang 2023 plane ich bei Take Memories Reisen in dieses Land – eines der Länder, die ich für unsere Gäste besonders gern gestalte. Kennengelernt habe ich es schon vorher auf eigenen Reisen, und seit ich bei Take Memories bin, habe ich immer wieder längere Zeit vor Ort verbracht und den Oman von den Bergen bis an die Küste bereist.

Ein lächelnder Mann in einem weißen T-Shirt mit Sonnenbrille am Kragen, in einer Wüste stehend.
Kaum ein Land trägt das Gefühl aus Tausendundeiner Nacht so authentisch wie der Oman – die Hauptstadt Maskat, kleine Städte wie Nizwa, alte Lehmdörfer. Und man verbindet all das ganz einfach: Selbst in rund einer Woche lassen sich Stadt, Berge, Wüste und Meer erleben, wie es sonst nur an sehr wenigen Orten der Welt möglich ist. Dazu eine Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Menschen, die einen vom ersten Moment an verzaubert und einem das Gefühl gibt, willkommen zu sein. Und dabei bis heute ein echter Geheimtipp geblieben.

Auf meiner Bucketlist

Tauchen im Oman: Daymaniyat-Inseln, Musandam & Salalah

Ich tauche seit vielen Jahren und in vielen Teilen der Welt – in Asien, im Roten Meer, in Südamerika. Ausgerechnet im Oman war ich aber noch nie unter Wasser, obwohl ich von Bekannten und Kunden immer wieder davon höre. Das möchte ich ändern: Ganz oben stehen die Daymaniyat-Inseln vor Maskat, wo man im Spätherbst mit etwas Glück Walhaien begegnet, dazu die Fjorde von Musandam im Norden und der Süden rund um Salalah – um den Oman auch unter Wasser in seinen verschiedenen Facetten kennenzulernen.

Meine nächste Reise

Oman-Expedition durch die Rub al-Chali

Als Nächstes geht es für mich zurück in den Oman – zum einen, um unsere lokalen Partner zu treffen und neue Häuser anzuschauen, zum anderen für ein Abenteuer, auf das ich mich besonders freue: unsere Oman-Expedition in die Rub al-Chali, die größte Sandwüste der Welt. Bei diesem Signature-Produkt sitzt man selbst am Steuer und fährt tief in die Dünen hinein – genau die Art von Reise, für die mein Herz schlägt.

Über Nils – Wie der Oman mein Herz eroberte

Der Orient hat mich schon lange fasziniert, aber dass daraus ausgerechnet eine Liebe zum Oman wurde, war reiner Zufall. 2015, kurz nachdem ich aus Kolumbien nach Deutschland zurückgekehrt war, flog ich spontan in die Vereinigten Arabischen Emirate. Von dort ist es nur ein kurzer Flug ins Nachbarland, und wir dachten uns: Maskat als Kontrast schauen wir uns einfach an, ganz ohne Erwartungen.

Es dauerte keine 24 Stunden, da hatte uns der Oman. Es war diese Offenheit der Omanis, ihre Hilfsbereitschaft und Herzlichkeit, wie ich sie bis dahin nur in wenigen Reiseländern erlebt hatte. Wir machten einen Tagesausflug nach Nizwa, in die alte Oasenstadt im Landesinneren, und fuhren mit dem Mietwagen hinauf auf den Jabal Akhdar. Diese Mischung aus Tausendundeine-Nacht-Historie, ockerbraunen Berglandschaften und der Wärme der Menschen ließ uns nicht mehr los.

Wenig später kamen wir wieder, diesmal für zwei Wochen – und seitdem setzt sich diese Geschichte immer weiter fort. Über die Jahre habe ich immer wieder längere Zeit vor Ort verbracht, das Land in alle Richtungen bereist und immer wieder Ecken gefunden, die mich aufs Neue überraschen. Der erste Eindruck von damals stimmt bis heute: Der Oman empfängt einen, als würde man erwartet.

Orte, die mich besonders begeistern:

Wahiba-Wüste – eine Nacht im Canvas-Club-Camp

Für mich ist die Übernachtung in unserem exklusiven Canvas-Club-Privatcamp in der Wahiba-Wüste eines der schönsten Erlebnisse überhaupt. In der Wüste trafen wir Abdullah, den Campleiter, und mein Guide Ahmed schlug vor, dass ich für den Kamelritt Richtung Sonnenuntergang traditionell gekleidet sein sollte. Ich hatte nichts dabei – also lieh er mir kurzerhand eine seiner eigenen Dischdaschas, das traditionelle omanische Gewand. Als ich es anhatte, schaute er mich an, sagte, es stehe mir so gut, dass er es mir schenke – und das, obwohl es eine seiner liebsten war. So etwas wäre bei uns zu Hause kaum vorstellbar, und es hat mir einmal mehr gezeigt, wie ehrlich und herzlich die Menschen hier sind und wie sehr sie sich freuen, wenn man ihr Land besucht und sich mit ihnen austauscht.

Auf Kamelen ritten wir dann in Richtung Sonnenuntergang und erlebten ihn, umgeben von sanften Sanddünen. Im Camp empfing uns das Team herzlich, und kurz darauf gab es ein frisch zubereitetes Abendessen: Hähnchen, Salate, frisch gebackenes Brot, Hummus – einfach und richtig gut. Als der Sternenhimmel langsam hervorkam, liefen wir auf eine kleine Düne in der Nähe und ließen ihn auf uns wirken. Am nächsten Morgen dann der Sonnenaufgang über der Wüste und ein frisches Frühstück mit arabischem Tee, Brot und Eiern. Ehrlich gesagt wollte ich gar nicht mehr weg – ich schwor mir, zurückzukommen. Das habe ich seitdem mehrfach geschafft, und jedes Mal ist es aufs Neue etwas Besonderes.

Musandam – auf der Rubba durch die Fjorde

Ganz im Norden, vom übrigen Oman durch die Emirate getrennt, liegt Musandam mit seiner Fjordlandschaft, die man in Arabien nicht vermuten würde. Ich hatte das Glück, dort auf der Rubba zu fahren, einem kleinen Schiff mit nur drei Kabinen, das im Stil einer traditionellen Dhau neu gebaut wurde. Der Kapitän, Abdulfatah, und seine kleine Crew waren so herzlich, dass wir uns schon nach den ersten Minuten wie zu Hause fühlten. Wir waren kajaken, schwimmen und fischen, führten lange Gespräche an Deck – und abends gab es unter dem Sternenhimmel ein von Fisch und Meeresfrüchten inspiriertes Dinner, mit unserem eigenhändig gefangenen Fisch. Am meisten geblieben ist mir Abdulfatahs Geschichte: Er begann als omanischer Fischer, erkannte früh das Potenzial des Tourismus und ließ die Rubba eigens im alten Dhau-Stil bauen, um Gäste durch die Fjorde zu führen. Diese persönliche Geschichte, erzählt mitten in den stillen Fjorden, hat den Ort für mich ausgemacht.

Misfat al Abriyeen – Shuwa im Lehmdorf

Der Weg dorthin war schon ein Abenteuer: eine Offroad-Strecke durch die Berge, die ich jedem empfehle, der ein bisschen Nervenkitzel mag. Am Ende erwartete uns Misfat al Abriyeen, ein altes Lehmdorf mit Terrassengärten am Fuße des Jebel Shams. Ein Koch aus dem Dorf wartete schon auf uns, und gemeinsam bereiteten wir Shuwa zu, das Festtagsgericht des Oman. Das Lammfleisch wird mit Gewürzen und Öl eingerieben, in Palm- und Bananenblätter gewickelt, in Sackleinen geschlagen und über Nacht in einer verschlossenen Erdgrube langsam gegart, bis es fast von selbst vom Knochen fällt. Ich durfte selbst mit anpacken. Am nächsten Tag saßen wir zusammen und aßen, was wir am Vortag vorbereitet hatten. Zu wissen, dass ich Teil dieser langsamen, traditionellen Zubereitung war, hat dieses Essen für mich zu etwas Besonderem gemacht.

Wadi Hawer – Canyoning fast für sich allein

Direkt neben dem heute sehr populären Wadi Bani Khalid liegt das Wadi Hawer, das touristisch kaum erschlossen ist – meist ist man dort völlig für sich. Mit unserem Guide, ausgestattet mit Sicherheitsequipment und nach einem Sicherheitsbriefing, sind wir durch die Schlucht gezogen: von Felsen ins Wasser gesprungen, uns abgeseilt und durch die schmalen Flussläufe geklettert. Diese Kombination aus hellen Felswänden, türkisblauen Wasserbecken und kleinen Flüsschen hatte etwas Ursprüngliches. Ab und zu sahen wir ein paar junge Omanis, die von den Felsen ins Wasser sprangen – ansonsten gehörte dieses Wadi an dem Tag ganz uns.

Wohin ich bereits gereist bin

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