Eine Person arbeitet an einer Struktur in der Nähe eines Hafens mit Booten und Gebäuden im Hintergrund.

Khasab

Khasab

Geschrieben von: Luca Krohn Zuletzt aktualisiert am: 21. Mai 2025

In der Hafenstadt Khasab, der größten Stadt der kleinen omanischen Enklave Mussandam , leben mehr als die Hälfte der Menschen, die in diesem Landstrich ihr zu Hause haben. Die offiziellen Zahlen schwanken zwischen 17' 500 und 23'000 Einwohnern. Auf jeden Fall ist Khasab eine kleine und überschaubare Stadt, die aber einiges zu bieten hat. Wer alle Sehenswürdigkeiten gesehen und dabei den Charme der Stadt in sich aufgesogen haben will, der braucht schon zwei bis drei Tage Zeit.

Khasab – der abgelegene Erzeuger

„Der abgelegene Erzeuger“ ist die ungefähre Übersetzung des Namens Khasab ins Deutsche. Der Name ergibt Sinn, denn in Khasab wird ein nicht unbeträchtlicher Teil der omanischen Dattelernte eingefahren. Dass die Qualität der Datteln aus der Oase Khasab der Quantität in nichts nachsteht, zeigt die Tatsache, dass Datteln aus Khasab als besonders gut gelten. Doch die Hauptstadt der Region wird nicht nur wegen ihrer Datteln von den Omanis und den Bewohnern der Vereinigten Arabischen Emirate gleichermaßen geschätzt. Der Hafen von Khasab ist zwar klein, im Vergleich zu den großen Hafenanlagen in der Hauptstadt oder in Duqm weiter im Süden, aber der Hafen liegt direkt an der wichtigen und handelsträchtigen Straße von Hormuz. Dazu ist er in den letzten Jahren eine beliebte Anlaufstelle für Kreuzfahrtschiffe geworden, die ihren Gästen diesen Teil Omans zeigen möchten. Für die Einwohner der Vereinigten Arabischen Emirate, die hier gern einmal einen Wochenendurlaub verbringen, ist Khasab so etwas wie die kleine Flucht aus dem riesigen und glitzernden Alltag.

Die Sehenswürdigkeiten der Stadt

Khasab hat dabei auch deutlich mehr zu bieten als nur ein schönes Umland. So ist das Fort im Norden der Oase, das erstmals 1622 Erwähnung in den Geschichtsannalen fand und damals von portugiesischen Soldaten besetzt war, auf jeden Fall einen Besuch wert. Auch der Hafen ist ein kleines Abenteuer. Denn hier findet man nur wenige Fischer, sondern eher Schnellboote, die schon am frühen Morgen von der nahegelegenen iranischen Küste herüberkommen und deren Besitzer hier Handel treiben wollen. Auf dem Souq in Khasab finden sie vieles, was in ihrer Heimat rar und teuer ist. Daneben lohnt es sich, auch die  Sultan Qaboos-Moschee  zu besuchen. Das elegante, aber eher schlichte Gebäude ist im Zentrum der Stadt zu finden und zeichnet ein Bild von der Art und Weise, wie Oman sich gern selbst wahrnimmt – mit schlichter und moderner Eleganz. Dann heißt es eintauchen in den alten Souq, den Markt der Stadt. Es gibt zwar nicht mehr viele Stände, die sehenswerte Andenken und „echte“ Arbeiten von Einheimischen verkaufen, doch die wenigen verbliebenen Perlen sind es wert, gesucht zu werden.

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